Während in Genf über das iranische Atomprogramm verhandelt wird, sendet Teheran militärische Signale. Die Lage an der Straße von Hormus bleibt deshalb nicht nur eine regionale Sicherheitsfrage, sondern ein Risiko für globale Lieferketten und Energiemärkte.

Asymmetrische Gefahr

Technologisch ist der Iran den USA unterlegen. Dennoch sind seine militärischen Signale ernst zu nehmen. Wie die Angriffe der Houthis im Roten Meer zeigen, kann schon ein einzelner Treffer massive Schäden und weitreichende wirtschaftliche Folgen auslösen.

Geopolitischer Hebel

Ein großer Teil der iranischen Ölexporte geht nach China. Mit einer Eskalation kann Teheran die Energiesicherheit Pekings unter Druck setzen und seine Lage am Nadelöhr der Weltwirtschaft als machtpolitischen Hebel einsetzen.

Wirtschaftliche Kettenreaktion

Durch die Straße von Hormus fließt rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports. Fallen Liefermengen aus, weichen Abnehmer auf andere Märkte aus. Verknappung und steigende Preise wären auch in Europa unmittelbar zu spüren.

Das große Ganze

Angriffe auf Raffinerien, Sanktionen und Verschiebungen im globalen Ölhandel erhöhen gemeinsam den Druck auf die Energiemärkte.

Wir befinden uns in einer Ära harter Machtpolitik. Militärische Drohungen sind heute vor allem politische Signale. Wir müssen resilienter werden und unsere Abhängigkeit von volatilen externen Märkten reduzieren.